Johann Rüdisühli siedelte 1981 aus dem Inneren der heutigen Stadt Buchs nach Grabs aus. Der damalige Standort des landwirtschaftlichen Betriebs liess das notwendige Wachstum nicht zu. Der heutige Betriebsstandort wurde gewählt, da dort am meisten eigener Boden zur Verfügung stand. Zu dieser Zeit produzierte der Betriebsleiter hauptsächlich Milch und pflanzte Industriegemüse an. Die männlichen Tiere wurden ausgemästet und beim Dorfmetzger Hildebrand aus Buchs verkauft.

1988 wurde neben dem Kuhstall ein 2-Familienhaus gebaut, in welches Sohn Hans einzog. Hans erwarb im selben Jahr einen Schneepflug für die Räumung der eigenen Hofzufahrt. Da dieser Winter ein sehr schneereicher war, konnten schon damals ein paar Industriebetriebe als Kunden gewonnen werden. 1990 wurde der Betrieb an den Sohn Hans Rüdisühli übergeben. Dieser stieg aus persönlichen Gründen relativ schnell aus der Gemüseproduktion aus. Ein weiterer Anstoss war, dass das Rübenkontingent von einem befreundeten Bauern übernommen werden konnte. So konzentrierte sich der Betrieb mehr auf

den Anbau von Zuckerrüben und Mais, der selbst geerntet und bis ins Prättigau verkauft wurde. Bereits zu dieser Zeit hat Hans Rüdisühli einzelne Lohnarbeiten für andere Landwirte ausgeführt. Durch den Kauf eines Zuckerrübenvollernters (Kleine SF 20) im Jahr 2012 konnte die Ernte von einer Person durchgeführt werden. Bis anhin wurden drei verschiedene Geräte benötigt. Auch in der Maisernte konnten wir 1993 mit einem Claas SF70 eine sehr zuverlässige Maschine erwerben. Da wir 2004 ein spezielles Anbaugerät kauften, war der Häcksler leider zu klein. So kam in diesem Jahr ein Claas 690 auf den Betrieb, der die Arbeit bis 2014 meisterte. Da wir zu dieser Zeit immer wieder personelle Engpässe hatten, wurde über eine Erntegemeinschaft mit Rene Gabathuler Weite nachgedacht, die bis heute sehr gut funktioniert.

 

1992 erwarb Hans einen 30t Mobilkran und konnte damit auch Aufträge für die Industrie wahrnehmen. Zur selben Zeit wurde ein Schreitbagger der Marke Kaiser angeschafft. Dadurch bot sich die Möglichkeit, einzelne kleinere Umgebungsarbeiten anzubieten. Diese wurden hauptsächlich für die Verwandtschaft durchgeführt. Durch die Anschaffung eines 3,5t Bagger im Jahr 2002 und eines 7t Bagger 2006 wurde die Schlagkraft im Bausektor deutlich erhöht. Im Jahr 2010 wurde ein 50t Mobilkran erworben.  Da die Lohnarbeiten immer mehr an Bedeutung gewannen, wurde zugunsten einer höheren Flexibilität auf die Fleischproduktion mit Mutterkühen gesetzt. Die Söhne von Hans sen. Rüdisühli arbeiten im Betrieb mit. Aus diesem Grund wurde 2004 eine Generationengemeinschaft (GG) gegründet. Im selben Jahr konnte die GG eine kleine Kunststofffirma übernehmen. Durch die Pensionierung von Hans Rüdisühli sen wurde die GG Rüdisühli im Jahr 2017 aufgelöst, und Hans Rüdisühli jun übernahm den Landwirtschaftsbetrieb. Der Betrieb ist dank diesen diversen Veränderungen und Spezialisierungen in den vergangenen Jahren stark gewachsen.

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